Montag, 27.05.2019

Projektzielsetzung

zu 1) Im Norden Ghanas gibt es sehr wenig Lehrer, weshalb für die Schule eigene Lehrer ausgebildet werden. Dadurch könnte eine größere Kontinuität und mehr Qualität der Schulausbildung erreicht werden. Bisher wurden und werden immer noch vielfach die Kinder von Oberschul-Abgängern unterrichtet, oder es werden sehr unqualifizierte Lehrer zugewiesen, da die Schule abgelegen ist Diese Oberschulabgänger bezahlt der Staat nicht. Sie werden von unserem Spendenkonto bezahlt. Die qualifizierten Lehrer bekommen nach ihrem Staatsexamen den Gehalt
vom ghanaischen Erziehungs-Ministerium. Wenn wir genügend Lehrer ausbilden lassen können trägt dies zur Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Schule bei, was die Zahl der Lehrer anbetrifft und die Unterrichtsqualität.


Zu 2) Montessori-Workshops.
Da wir schon seit 2004 an der Schule teilweise mit der Montessori Pädagogik gearbeitet haben können wir sagen, dass sich die Montessori-Pädagogik erfahrungsgemäß hervorragend für die Kinder dieser Region eignet. Diese Pädagogik soll durch die workshops noch einer größeren Zahl von Lehrern und den Eltern vermittelt werden. Es besteht die Möglichkeit, dass mit der Zeit auch Lehrer
von anderen Schulen an diesen workshops teilnehmen.


Zu 3) Eric Bugri Gumah
besuchte bis 2001 das staatliche Lehrerseminar in der Region Bawku. Anschließend war er vom Herbst 2001 bis April 2004 in Deutschland und machte in Reutlingen den Kurs für Montessori-Pädagogik, der von Prof. Dr. G. Klein geleitet wurde.
Er erhielt das Montessori-Diplom für Kinder bis zu 9 Jahren. Als er 2004 heimging, baute er in Gumyoko die Anfänge der Montessori-Pädagogik in den unteren Klassen der Grundschule auf mit gutem Erfolg und großer Anerkennung von seiten der Eltern. Seit 2007 ist es Pflicht in Ghana für die Ausübung des Lehrerberufes einen
Abschluss an der Universität zu haben. Von 2008 bis 2010 war Herr Gumah in den USA um sein Montessori-Studium weiterzuführen. Er ~rhielt dort das internationale Montessori Diplom. Während seines Aufenthaltes in den USA gab es in und um Bawku Stammesfehden und da er zu einem der befehdeten Stämme gehört war es gut, dass er nicht zu Hause war: Durch die Montessori-Studien in Deutschland und den USA bekam er zwei Jahre des Bachelor-Studiums in Ghana erlassen. Er muss
jetzt noch zwei Jahre machen, und zwar an der Universität für Education in Winneba. Er tut dies in einem Fernkurs in einem Studienzentrum der Winneba Universität in Navrongo, einer Stadt im Norden Ghanas.


Wir würden uns freuen für diese drei Projekte einen Zuschuss zu bekommen.

Zielgruppe des Projekts

Kinder und Lehrer der Gumyoko Schule.
 Etwas über 1000 Kinder besuchen die Gumyoko Schule. Der Staat Ghana hat nicht die notwenigen finanziellen Mittel für eine adäquate Lehrerausbildung. Dies betrifft besonders den armen Norden von Ghana. Der Nordosten Ghanas, mit der Bezirksstadt Bawku, zählt zu den absolut ärmsten Gegenden im Land. Die Familien haben nicht die Mittel ihren Kindern eine gute Ausbildung zu gewährleisten. Lehrer von südlicheren Gegenden wollen nicht in den Nordosten ziehen, da das Leben dort armseliger und mühseliger ist. Die Anwärter für die Lehrerausbildung stammen aus
den Dörfern für die die Schule gebaut wurde. So besteht die Möglichkeit, dass die Lehrer bei ihrer Familie bleiben können. Sie sind durch die Ausbildung vertraglich für mindestens drei Jahre an die Schule gebunden.

Lehrer Eric Bugri Gumah


Ausbildung zum Bachelor of Education. 
Herr Gumah ist der Sohn des Gründers der Gumyoko Schule. Mit aus diesem Grunde setzt er sich sehr für die Belange der Schule ein. Die Schule ist staatlich anerkannt. Es ist keine Privatschule.

In der Schule wurden seit 2004 regelmäßig Workshops abgehalten für Eltern und Schulpersonal. Durch die Stammesfehden 2008 und Herrn Gumahs Abwesenheit in den USA fanden diese Workshops nur noch spärlich statt. Seit der Rückkehr von Herrn Gumah wird Montessori wieder neu aufgebaut.

Die Finanazierung des gesamten Aufbaues der Schule

Die Finanazierung des gesamten Aufbaues der Schule geschah hauptsächlich durch private Spenden gelder von hier. Anfänglich hat der Staat kleinere Beträge beigesteuert und baute vier Lehrerwohnungen im Schulgelände. Ebenso gab Unicef spenden von Schul-Möbeln und einer Toilette.
Anfänglich gab der Catholic Relief Service von Kanada jeden Tag ein Mittagessen für alle Kinder der Grundschule und des Kindergartens. Dies ging aber nicht sehr lange. Wir bekamen dann vom Kinderhilfswerk Aachen durch die Sternsingeraktion der kath. Kirctl!in Metzingen Hilfe. Zunächst war diese Hilfe bestimmt zum Kauf von Schulmaterialien und Möbeln. Als dies nicht mehr nötig war durfte dieser zugeteilte Betrag für ein Frühstück der Kindergartenkinder jeden Morgen verwendet werden .. Frau Brodbeck hatte bei einem Besuch beobachtet, dass viele Kindergartenkinder mit leerem Magen in die Schule kamen. Gott sei Dank bekommen wir diese Hilfe immer noch.
Auf Grund der großen Trockenheit im Norden von Ghana (Savanne) gibt es dort immer wieder eine Hungersnot. Es gibt viele Familien mit vielen Kindern, die höchstens ein Essen am Tag bekommen. Wenn die Ernte schlecht war kam es vor, dass manche Kinder höchstens zwei Mahlzeiten in der Woche bekamen.