Sonntag, 26.05.2019

Was die Eltern und der Elternbeirat von der Montessori-Schule halten

"Montessori is wonderful!" - "Montessori ist wunderbar!"

Sie berichteten:


- die Kinder von den Montessoriklassen grüßen.
Eine Mutter: wenn mein Kind nach Hause kommt sagt es:"Guten Tag Mama, guten Tag Papa." Das ist bei den andern Kindern nie der Fall gewesen.


- Sie legen ihre Sachen ordentlich an den Platz im Compound. Sie wollen gewaschene Kleider tragen. Sie wollen die Haare rechtzeitig geschnitten bekommen. Sie fragen zu Hause: "Was kann ich jetzt noch helfen."


- Sie zeigen ihre Hefte den Eltern und Geschwistern und erklären begeistert, was sie gelernt haben.
- Man muss diese Kinder nicht in 'die Schule schicken. Sie rennen von selbst davon und können es kaum erwarten in die Schule zu kommen - auch die Kindergartenkinder.


- Im Kindergarten gibt es das Frühstück. Eine Mutter berichtet: "Mein Kind kam vom Kindergarten nach Hause und sagte: "Ich habe heute schon gegessen. Du kannst mein Essen jemand anderem von der Familie geben."

- Die Eltern sagten: "Die positive Veränderung der Kinder kommt nicht von den schönen Schulgebäuden. Sie kommt vom Unterricht."

-Mutter: "Meine Kinder üben oft zu Hause schreiben mit Holzkohle und manchmal lassen sie ihr Essen der restlichen Familie, weil sie im Kindergarten ein Frühstück bekommen haben."

- Sie können mit Leichtigkeit Puzzles zusammenfügen.


- Was die Eltern sehr schätzen ist, dass es keine Diskriminierung an der Schule gibt. Behinderte Kinder sind ebenso willkommen wie nicht- behinderte. Sie werden gut behandelt und sie lernen etwas.


-Zwei gehörlose Kinder aus einer Montessoriklasse kamen in eine Gehörlosenschule, und es hat sichgezeigt, dass sie dort sehr gut begreifen und mitkommen.

Lehrer Eric Gumah erzählt von zwei seiner Schulkinder:

Azuu Asibi ist 10 Jahre alt. Sie besucht die neue Schule in Gumyoko.
Azuu Asibi wohnt mit ihren Eltern in dem Dorf.
Ihr Haus ist etwa zwei Kilometer weit von der Schule entfernt.
Jeden Tag geht Azuu Asibi barfuss diesen Weg zur Schule und wieder zurück nach Hause. Sie hat keine Sandalen.
Ihre Eltern haben nicht so viel Geld um ihr Sandalen kaufen zu können. Sie haben auch kein Geld um ihr Bücher und Kugelschreiber zu kaufen.
Asibi ist eine gute Schülerin.
 Wenn sie in der Schule schreiben lernen muss, kann es sein, dass kein Kugelschreiber für sie da ist. 
Sie geht dann in eine andere Klasse um von einem Schüler dort einen zu entlehnen. 
Sie kann gut lesen und schreiben, besser als die andern Mädchen in der Klasse.
 Da die Eltern arm sind, konnten sie ihr auch keine Schulkleidung kaufen.
 Ihr Lehrer hat deshalb für sie eine gebrauchte in der nahe gelegenen Stadt besorgt.
 Nach der Schule muss Asibi, wie alle anderen Mädchen, schnell nach Hause um der Mutter bei der Hausarbeit zu helfen. 
Jeden Tag muss Asibi auf ihre kleine Schwester aufpassen, solange die Eltern bei der Arbeit sind in Haus und Farm. Asibi wünscht sich so sehr, dass sie immer die ganze Woche in die Schule gehen darf. Dies ist nicht regelmässig der Fall.

Sulemana, ein Junge der vierten Klasse in der Gumyoko-Schule, ist, wie Asibi, der beste Schüler in seiner Klasse. 
Sule ist ist elf Jahre alt. 
Er wohnt in einem Compound, der drei Kilometer von der Schule entfernt ist.
Suleman hat zwar eine Schulkleidung, aber keine Sandalen. 
Er muss ebenfalls die lange Strecke Weg zur Schule barfuss gehen. 
Oft kann er nicht in die Schule kommen - vor allem in der Regenzeit. 
Da muss Sule den Eltern auf dem Feld helfen, und manchmal bleibt er für einen ganzen Monat der Schule fern. 
Einmal ging der Lehrer deshalb die Familie besuchen. Die Grossmutter, die zu Hause war sagte, dass Sule auf dem Felde arbeitet. 
Sein Vater ist nicht da: "Er ist," so sagt die Grossmutter, "in die Stadt gegangen um Geld zu verdienen. Deshalb kann Sule nicht regelmässig die Schule besuchen.
" "Das ist aber schade," sagt der Lehrer, "denn Sulemana ist der beste Schüler in der Klasse." Daraufhin kam Sulemana wieder in die Schule, aber nach der Schule rannte er nach Hause. Denn es wartete viel Arbeit dort auf ihn.
 Zuerst nimmt er sein Mittagessen ein, das ist, eine Schüssel Erdnüsse, und dann geht er zum Bauern arbeiten, und zwar den ganzen Nachmittag bis zum Abend.
Müde und schmutzig kommt er zurück. 
Im Haus gibt es aber keine Seife, denn diese ist teuer und rar. So kann er nur mit Wasser seinen Schmutz abwaschen. 
Dann bekommt er sein Nachtessen - und so ist es jeden Tag.